Zweitwohnsitzsteuer

Viele Kommunen, gerade große Hochschulstädte haben in den letzten Jahren die Zweitwohnungssteuer eingeführt oder planen deren Einführung und dies hat einen guten Grund. Sie wollen die Studenten dazu bewegen, ihren Erstwohnsitz ( Hauptwohnsitz) bei den Städten anzumelden. Schließlich profitieren die Städte davon. Pro Einwohner bekommen die Kommunen zusätzliche Mittel aus dem Länderfinanzausgleich. Für einen Einwohner mit Nebenwohnsitz (Zweitwohnsitz) erhält die Kommune keine zusätzlichen Mittelzuweisungen, obgleich der Stadt für diese Einwohner auch Aufwendungen entstehen.

Zusätzliche Anreize für die Anmeldung mit Hauptwohnsitz schaffen Hochschulstädte durch Gewährung von Begrüßungsgeldern u.a.m.

In Merseburg können die Studierenden bei einem Wohnsitzwechsel eine Prämie in Höhe von 75,– Euro je Jahr beanspruchen, wenn sie ihren Erstwohnsitz für die Dauer des Studiums nach Merseburg verlegen.

Weitere Infos unter:
http://www.merseburg.de/de/hochschule.html/hauptwohnsitz-in-merseburg-20003137.html
http://www.merseburg.de/media/dokumente/bildung/Antrag%20auf%20Wohnsitzpraemie.pdf

Merseburg erhebt allerdings keine Zweitwohnsitzsteuer.

Die Hochstädte Köthen, Bernburg und Dessau erheben weder eine Zweitwohnsitzsteuer noch verteilen sie Geschenke an die Studierenden.

Die Stadt Halle erhebt mit der ab 01. Januar 2004 in Kraft getretenen Zweitwohnungssteuersatzung eine Zweitwohnungssteuer für das Innehaben einer Zweitwohnung (Nebenwohnung).Die Zweitwohnsitzsteuer ist eine Aufwandsteuer, die von der Stadt für alle Studenten erhoben wird. Wohnung im Sinne der Satzung ist in Halle jeder umschlossene Raum, der zum Wohnen oder Schlafen benutzt wird. Sie beträgt 10 % der jährlichen Nettokaltmiete.