Symbolbild Preiserhoehung ab 1 Februar 2016

13. Januar 2016 > 5 Kommentare

Preissteigerung bei Bediensteten- und Gästeessen durch geänderte Besteuerung ab 1. Februar 2016

Im Ergebnis der Steuerprüfung durch das Finanzamt im November 2015 ist das Studentenwerk Halle gefordert, die Essen für die Hochschulbediensteten und Gäste zukünftig mit 19 % (statt wie bisher mit 7 %) zu besteuern. Damit erhöhen sich die Preise aller Essen für diese beiden Gästegruppen um zwischen 40 und 60 Cent.

Konkret bedeutet das beispielsweise:

  • Hamburger mit Kartoffelspalten und Dip: bisher Bedienstete 4,40 € und Gäste 5,50 € > zukünftig: Bedienstete 4,90 € und Gäste 6,10 €
  • Currywurst mit Pommes frites: bisher Bedienstete 3,70 € und Gäste 4,80 € > zukünftig: Bedienstete 4,10 € und Gäste 5,30 €
  • Schnitzel Wiener Art mit Pommes frites und Beilagen: bisher Bedienstete 4,10 € und Gäste 5,20 € > zukünftig: Bedienstete 4,60 € und Gäste 5,80 €

Die vom Finanzamt geforderte, veränderte Besteuerung wird zum 1. Februar 2016 umgesetzt.

Das Studentenwerk bedauert diesen Schritt und hofft, dass die Bediensteten und Gäste unseren Mensen trotzdem „treu“ bleiben, denn sie tragen gerade in den vorlesungsfreien Zeiten erheblich zur Auslastung unserer Kapazitäten bei und helfen damit auch, die Preise für die Studenten stabil zu halten.

 

#1 von: Gunther Tschuch Freitag, 05-02-16 12:53

Wie ist es denn möglich, dass die Höhe der Umsatzsteuer davon abhängt, an WEN etwas verkauft wird? Das scheint mir das entsprechende Gesetz nicht herzugeben.

 
#2 von: Clemens Homann Mittwoch, 27-01-16 10:33

@ S. Schweizer:

Ich habe eine dieser alten Mensakarten mit dem blauen Logo. Mir wird regulär der Preis für Bedienstete abgezogen und nicht der Studentenpreis.
VG aus dem Fraunhofer,
C. Homann

 
#3 von: Thomas Faust Montag, 18-01-16 17:52

Hallo Herr Bauer, das Finanzamt beruft sich auf einschlägige Urteile deren Anwendbarkeit es auslegt. Ich prüfe, inwiefern diese bzw. die Begründung hier dargestellt werden kann.

Hallo Herr Schweizer, bei den von Ihnen beschriebenen Karten handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Inhousekarten, die von uns in der Vergangenheit nur an Hochschulbeschäftigte ausgegeben wurden, die keinen Dienstausweis der MLU erhalten haben. Die Preiskategorie, die darin hinterlegt ist und kassiert wird, ist der Bedienstetenpreis.
Da Studierende seit fast 15 Jahren den Studentenausweis in Kartenform von der MLU erhalten, welcher gleichzeitig Mensakarte ist, erhalten sie von uns keine separate Karte.
Beiden Karten ist gemein, dass eine Gültigkeit hinterlegt ist. Nur wenn diese noch aktuell ist, kann der vergünstigte Preis kassiert werden; ist die Gültigkeit abgelaufen, wird folgerichtig automatisch der Gästepreis kassiert.
Studierende müssen jedes(!) Semester ihre Karte nach der Rückmeldung validieren lassen, da die Gültigkeit immer nur ein Semester gilt.
Somit kann ausgeschlossen werden, dass ehemalige Studierende oder Dritte zum Studierendenpreis essen. Ein unsoziales Verhalten kann ich daher nicht erkennen.

 
#4 von: Stefan Schweizer Freitag, 15-01-16 13:19

Dieser Preiserhöhung ist zwar ärgerlich, aber wohl unvermeidlich. Allerdings ein guter Anlass über die Höhe der Mitarbeiterpreise an sich zu reden: solange es das Studentwerk nicht schafft, die alten Mensakarten (weiß mit blauem Logo) aus dem Verkehr zu ziehen, fühle ich mich als Mitarbeiter der Uni unfair behandelt.
Diese Karten werden seit vielen Jahren genutzt und erlauben die Abrechnung zum Studentenpreis, obwohl die Nutzer als Mitarbeiter oder Gäste keinen Studentwerksbeitrag zahlen.

Ich wünsche mir (nicht zum ersten Mal), dass Sie dieses unsoziale Verhalten zumindest erschweren, indem sie endlich diese alten Karten abschaffen.

 
#5 von: Christoph Bauer Donnerstag, 14-01-16 12:06

Wäre es bitte möglich, einen kurzen Auszug der Begründung des Finanzamtes hier zu veröffentlichen, damit jeder nachvollziehen kann, worin der Unterschied in der Beköstigung von Studierenden und Mitarbeitern in den Mensen besteht, um unterschiedliche Mehrwertsteuersätze zu begründen.

 
 

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