Nach dem Studium

Auf diesen neuen Lebensabschnitt solltest du dich gründlich vorbereiten und Ansprechpartner hier in Deutschland wählen.
Neben den Akademischen Auslandsämtern bieten auch die Studentenwerke hilfreiche Beratungstellen an. Weitere Ansprechpartner beim Studienabschluss sind die evangelischen und katholischen Studentengemeinden.
Alle drei vergeben auch finanzielle Beihilfen für den Studienabschluss.
Die Psychosozialen Beratungsstellen an allen fünf Hochschulstandorten des Studentenwerkes Halle stehen bei sochen Problemen wie Prüfungsangst oder Rückkehr ohne Abschluss zur Verfügung.

Spätestens am Ende des Studiums musst du eine wichtige Entscheidung treffen: Rückkehr in dein Heimatland oder in Deutschland verbleiben?


Falls du dich zur Rückkehr in Dein Heimatland entschieden hast:

Bevor du Deutschland verlässt, hast du noch vieles zu erledigen.

  1. Abmeldung beim Einwohnermeldeamt
  2. Exmatrikulation
    Beachte, dass mit der Exmatrikulation auch deine Aufenthaltserlaubnis erlischt.
    Informiere dich bei deiner zuständigen Ausländerbehörde.
  3. Einholung deiner Zeugnisse
    Lass deine Zeugnisse, Scheine und Nachweise, auch von Praktika, in die Landessprache übersetzen und beglaubigen.
  4. Kündigung von Verträgen, wie
    Mietvertrag
    In der Regel sind Kündigungsfristen von drei Monaten zutreffend.

    Energieversorger
    Melde deine aktuellen Zählerstände von Strom und Gas. Hinterlasse eine Anschrift für die Endabrechnung.

    Krankenversicherung
    Melde dich bei der Krankenkasse ab.

    Versicherungsverträge
    Beachte die Kündigungsfristen

    Kontoverbindung
    Löse dein Konto auf. Hinterlasse noch eine alternative Kontoverbindung von einer Vertrauensperson, wenn du noch Überweisungen erwartest. Diese Person kann dir das Geld anschließend zukommen lassen.

    Rundfunkbeitrag abmelden

  5. Rentenversicherung

Solltest du in Deutschland gejobbt und Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt haben und kein Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und deinem Heimatland besteht, kannst du dir diese Beträge auszahlen lassen. Sollte ein solches Abkommen bestehen, kannst du diese Beträge erst später zurück erhalten.
Weitere Informationen findest du unter www.deutsche-rentenversicherung.de

6. Inanspruchnahme von Rückkehrhilfen z. B. von Hilfen zur Existenzgründung, Transportzuschüsse oder zeitlich befristete finanzielle Hilfen

Weitere Informationen findest du unter: www.reintegration.net und  www.wusgermany.de


Einen Job im Heimatland finden

Es gibt verschiedene Organisationen, die bei der Jobsuche helfen können.

  1. Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) unter www.europaserviceba.de
    ist der Dienst der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland, der deutschen Arbeitsuchenden im Ausland und internationalen Arbeitsuchenden Stellen in Deutschland vermittelt. Sie bietet auch ein Reintegrationsprogramm an.
  2. AGEF (Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte) unter www.agef.net
    unterstützt internationale Studierende bei der Integration in den Arbeitsmarkt des Heimatlandes durch Workshops, Beratung und Zusammenarbeit mit der ZAV und grenzüberschreitenden Stellenvermittlungsdiensten.
  3. Das Eures-Netz (European Employment Services) unter: http://ec.europa.eu/eures/home.jsp?lang=de ist ein Kooperationsnetz der öffentlichen Arbeitsverwaltungen. Ziel des EURES-Netzes ist es, die Freizügigkeit der Arbeitskräfte innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Norwegen und Island) und der Schweiz zu erleichtern. Zielgruppen von EURES sind Arbeitsuchende, die in ein anderes Land umziehen möchten, um dort zu arbeiten, und Arbeitgeber, die Arbeitskräfte aus dem Ausland anwerben möchten.


Du möchtest in Deutschland bleiben

  1. Weiterführendes Studium, z. B Master und Promotion
    Entscheidest du dich für ein Verbleiben in Deutschland, um ein weiterführendes Studium, z. B. Master- oder Promotionsstudium aufzunehmen, erhälst du Informationen zu Studienprogrammen beim Akademischen Auslandsamt deiner Hochschule. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) informiert auch zu Promotionsstudienprogrammen.
    Er verfügt auch über eine Stipendiendatenbank, die es Ihnen ermöglicht, verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten unter www.daad.de /stipendien einfach zu recherchieren. Auch der Bundesverband deutscher Stiftungen hat eine umfangreiche Stipendiendatenbank unter http://www.stifterverband.info/stiftungen_und_stifter/foerderung/index.html
  2. Suche auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland
    Studierende aus den alten Mitgliedstadten der EU haben einen freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt.
    Studierende aus den neuen EU-Ländern und alle anderen internationalen Studierenden können nach Beendigung ihres Studiums ihre Aufenthaltserlaubnis um ein Jahr verlängern, um auf Arbeitsuche zu gehen. Allerdings müssen die Absolventen auch nachweisen, dass ihr Lebensunterhalt gesichert ist. Sie können während der Zeit zur Arbeitssuche wie Studierende 240 halbe Tage oder 120 volle Tage arbeiten.

Solltest du einen angemessenen Arbeitsplatz gefunden haben, kann deine bisherige Aufenthaltserlaubnis in eine befristete zum Zwecke der Erwerbstätigkeit umgewandelt werden. Nach weiteren fünf Jahren ist eine Umwandlung in eine befristete Niederlassungserlaubnis möglich.

Organisationen, die bei der Suche auf dem Arbeitsmarkt helfen:
Die Bundesagentur für Arbeit hat auch einen Europaservice, der eng mit dem Eures-Netzwerk in Verbindung steht und zusätzliche Informationen zu Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland anbietet.
Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlungen ZAV und die AGEF vermitteln auch internationalen Arbeitsuchenden Arbeitsplätze in Deutschland. Aktuelle Arbeitsstellen findest du unter: www.jobbörse.arbeitsagentur.de